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Rassismus: „Jim Knopf wird leider noch oft gelesen“ titelte Z.On ...

... vor 2 Tagen, und setzt heute unter „Rassismuskritische Frühbildung“ noch eins drauf. Wahnsinn, was diese Rassismus-Neoexpert(inn|)en so alles merken. Im Ernst, da lachen ja die Hühner, und zwar selbst die, in deren Stall die bekloppte WDR-Oma Motorrad fährt, und es von daher ansonsten nichts zu lachen gibt. Es war eine absolute Koinzidenz.

Ich war an der Reihe, auf unsere 6monatige Tochter aufzupassen und natürlich sie zu beschäftigen. Man findet ohne zu suchen u.a. die alten DVDs die sich seit der Geburt unseres mittlerweile 14jährigen Sohnes angesammelt hatten. Aber für vieles davon ist sie einfach noch zu jung, z.B. Cars hatte sich der Sohn mindesten 100mal reingezogen (irgendwann hörte ich auf zu zählen), dagegen schläft die Kleine immer zuverlässig dabei ein. Ah’ Jim Knopf und die wilde 13 in der Farb-Version der Augsburger Puppenkiste von 1976/1977, mal sehen, also eingelegt und wir, sie auf meinem Schoß mucksmäuschen-still (wenn ihr sonst was nicht paßt dann nörgelt sie nachhaltig) schauen uns alles episodenweise an zwei Tagen an.

Beobachtungen

  • Die Marionetten üben auch auf Kleinkinder eine Faszination aus, selbst wenn sie nicht wirklich verstehen was vorgeht. In der letzten Episode, als die wilden 13 Piraten gegeneinander kämpften, hat sie mit geboxt und getreten :-)
  • Jim Knopf wird absolut positiv dargestellt. Nur sein Äusseres (Phänotyp) ist anders. Lukas und er behandeln sich respektvoll, so wie beide alle respektvoll behandeln bzw. von allen respektvoll begegnet werden.
  • Lukas und Jim sind die besten Freunde des Kaisers von China, der wiederum ein guter Kollege von König Alfons dem Viertel-vor-Zwölften ist.
  • Und dann gibt es da auch noch die eigensinnige Prinzessin Li Si, deren Eigensinn sich aber ganz offensichtlich nicht auf die Hautfarbe (Phänotyp) sondern auf das Prinzessin-sein begründet.

Fazit

Viele dieser neuen Rassismus-Expert(inn|)en müssen dringend an ihrer Rassismusdefinition arbeiten. Ich halte mich an die kanonische, wonach Rassismus der Schluß von phänotypischen Merkmalen auf persönliche Unterschiede ist. Wie schon ausgeführt, sind die individuellen Unterschiede von allen Figuren in Jim Knopf nicht an ihre phänotypischen Merkmale geknüpft, und per Definition ist diese Jim-Knopf-Geschichte also NICHT rassistisch.

Diskussion auf Twitter: 1287165408991207424

Copyright © Dr. Rolf Jansen - 2020-07-25 18:39:25

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