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Ich wurde gefragt, warum FreeBSD und nicht Debian?

FreeBSD benutze ich im wesentlichen als Server-Betriebssystem und zwar aus mehreren Gründen. Dazu kommen zwei Testinstallationen mit GNOME 3 als Desktop-Umgebung auf Client-Rechnern. Der trivialste Grund für FreeBSD ist, daß ich macOS auf meinen Arbeitsplatzrechnern habe, und die Unix-Ordnerstrukturen bei macOS und FreeBSD sehr ähnlich sind, was meinem Ordnungsprinzip - Finde alles ohne Suchen - sehr entgegen kommt.

Ferner benutze ich Xcode auf dem Mac, um Tools und Daemons für den FreeBSD-Serverbetrieb zu schreiben (s. meine Open-Source-Software unter https://github.com/cyclaero/). Das funktioniert hervorragend, weil beide Systeme dieselbe POSIX-Basis haben. Bei Linux gibt es insbesondere im Network-Stack signifikante Unterschiede, und man kann nicht auf dem Mac etwas programmieren, das dann auch einfach so unter Linux läuft - ausgenommen triviale Dinge natürlich.

Ich bin ferner Entwickler von Geräte-Controllern, die ich als Closed-Source-Software zusammen mit FreeBSD-Systemen kommerziell vertreibe. Darunter befindet sich eine Potentiostaten/Galvanostaten-Steuerung - das sind elektrochemische Laborgeräte. Meine Web-Seite ist gerade noch im Aufbau, aber es gibt bereits Tutorials. Unter Downloads (dort wie hier) stelle ich die von mir geschriebene Software zur Auswertung von elektrochemischen Meßkurven CVA kostenlos, allerdings nicht als Open-Source für Windows und macOS bereit. CVA ist auch ausserhalb der Elektrochemie ziemlich nützlich. Damit habe ich die NOAA-Zeitreihen ausgewertet und die Klima-Sinus sowie die Corona-Kurvenanpassungen vorgenommen.

Eine Simulation der Potentiostaten-Software findet sich unter https://daq.cyclaero.com/ - Benutzer demo, Passwort cydaqEC.

Jedenfalls ist mir die GPL zu heikel, um Linux-Systeme mit meiner Closed-Source-Software auszuliefern. Bei FreeBSD bin ich dagegen auch ohne einen Fachanwalt zu konsultieren auf der sicheren Seite.

Schließlich finde ich bei FreeBSD das Distributions-Modell gut, daß man sich zunächst nur das Basissystem installiert, und sich dann aus den sog. Ports dazu holt, was man tatsächlich benötigt. Bei den Linux-Distributionen bekommt man die halbe OSS-Welt ungefragt dazu installiert, und man muß erst einmal tonnenweise Zeug deinstallieren, das man nicht will, und häufig ist das, was man wirklich braucht, nicht oder in einer veralteten Version dabei.

Wenn es um Client-Systeme ginge (im Moment bin ich aber mit macOS zufrieden), dann würde ich vielleicht Linux (Debian oder Mint) ausprobieren, sofern es Treiber-Probleme bei FreeBSD geben würde - Grafik, Touchpads und WLAN sind hin und wieder Knackpunkte. Aber bei Servern geht für mich nichts über FreeBSD.

Copyright © Dr. Rolf Jansen - 2020-02-08 11:09:14

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