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Erdbeermarmelade

Wer mein Impressum gesehen hat, weiß, ich lebe in Brasilien. Es ist Frühling hier, und die ersten Erdbeeren sind zu haben. Heute vormittag war ich auf dem Wochenmarkt, und an einem Stand wurde mir der Restbestand an Erdbeeren, ca. 2,5 kg für R$ 10 also ca. 2,50 € angeboten, und den habe ich auch genommen. Die Erdbeeren waren richtig reif, kein Schimmel, keine Fäule, nur etwas unschön, allerdings dunkelrot, also perfekt für Erdbeermarmelade.

2,5 kg Erdbeeren säubern dauert, und man hat jede Menge Zeit, um über Gott und die Welt im allgemeinen, sowie über die Essenzubereitung und Marmeladenherstellung im besonderen zu philosophieren. So kommt man dann auch schnell zu einem Vergleich zwischen hausgemachter und industriell gefertigter Marmelade - dann noch die Assoziation zu Marmelade Light, und: „Ist es nicht verrückt, daß bei Industrielebensmitteln absichtlich der Nährstoffgehalt gesenkt wird, nur damit die Leute sich mehr von einem Zeug hineinstopfen können, das nicht mal wirklich gut schmeckt?" Meine Marmelade war jetzt auch fast fertig, 2,5 kg Erdbeeren gereinigt, gestückelt und mit dem Saft von 3 frischgepressten Limonen aufgekocht. Gelatine für 4 Liter Marmelade in heißem Wasser aufgelöst (Pektin gibt es in Brasilien nicht einfach so zu kaufen) und in die kochende Erdbeerbrühe eingerührt. Jetzt fehlte nur noch der Zucker. „Ja, Light-Produkte sind verrückt!" 1,5 kg brasilianischen Rohrzucker eingerührt, alles noch einmal kurz aufgekocht, und die fertige Erdbeermarmelade in vier 1-Liter-Gläser abgefüllt.

Bei der Qualitätskontrolle der noch warmen Marmelade auf Milchreis, den meine Frau gestern gemacht hatte, mußte ich dann feststellen, sowas gibt’s nicht zu kaufen, und dieses ganz Light-Zeug kann mir mal gestohlen bleiben.

Copyright © Dr. Rolf Jansen - 2018-10-27 17:45:46

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