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Der Handelsbilanzüberschuß ist für alle ein Problem, und insbesondere auch für Deutschland

Qualität hat ihren Preis, und man kann es drehen und wenden wie man will, die deutschen Produkte sind auf dem Weltmarkt für das was sie bieten zu billig. Die Bundesregierung behauptet, daß sie keine Handhabe habe, um an dem Überschuß etwas zu ändern, und die Argumente sind:

  • Die deutschen Produkte sind einfach zu gut, und Made in Germany ist eben überall gefragt.
  • Der Wechselkurs des Euro und der Ölpreis liegen nicht im Einflußbereich der Bundesregierung.
  • Ferner sind die dt. Investitionsgüter sowieso dazu da, die Produktionsstätten der Handelspartner wettbewerbsfähiger zu machen, und wirken daher dem Überschuß von alleine entgegen - q.e.n.d.
  • Schließlich wird in Deutschland laut über Investitionsprogramme für Infrastruktur und Bildung nachgedacht, was dann irgendwann mal höhere Importe nach sich ziehen können sollte.

Die Liste der Argumente, so wahr sie im einzelnen auch sein mögen, zeigt nur eines, nämlich, daß die Phantasielosigkeit des Bundes im Hinblick auf kreative Problemlösungen zum Handelsbilanzüberschuß genauso riesig ist wie derselbe.

Es läge selbstverständlich in der Hand der Bundesregierung oder ggf. des Bundesgesetzgebers, die Mehrwert-/Umsatzsteuer auf Importe auszusetzen und im Gegenzug auf Exporte zu erheben (um Umsatzsteuerbetrug durch Reimporte auszuschließen).

Die deutschen Produkte würden für den Weltmarkt signifikant teurer, d.h. die deutsche Volkswirtschaft hat mehr von ihrem Verkauf, und Importprodukte würden im selben Atemzug erheblich preiswerter, d.h. der deutsche Verbraucher hat nach ihrem Kauf mehr übrig für weitere Dinge.

Anfangs würde der Bund einen Überschuß bei den Mehrwertsteuereinnahmen erzielen, der sich dann aber in dem Maße ausgleichen dürfte, in dem sich die Handelsbilanz mittelfristig ausgleichen würde.

Copyright © Dr. Rolf Jansen - 2018-06-13 13:42:53

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