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Griechen-Rettungsätzer

Schon wieder so ein ätzender Artikel zum Thema Griechen-Rettung bei der F.A.Z. Rettungsätzer erkennt man an ihren nicht besonders hilfreichen Bemerkungen und egoistischen Empfehlungen. Der Unterschied zwischen einem Retter und einem Rettungsätzer sei am folgenden (typischerweise nicht in Griechenland vorkommenden) hypothetischen Fall erläutert. Ein Kind bricht beim Schlittschuhlaufen auf einem zugefrorenen See ein:

Der Retter ruft zuerst die Feuerwehr, und ...

  • sucht sich Hilfsmittel - Leiter, Seil, starke Äste, lange Bretter, etc.,
  • zieht sich die Schuhe aus,
  • legt sich mit den Hilfsmitteln auf das Eis und schiebt sich vorsichtig zur Unglücksstelle,
  • rettet schließlich das Kind, irgendwie.

Dem Rettungsätzer, am Seerande ärgerlich-aufgeregt zuschauend, fällt dazu ein:

  • Schlittschuhlaufen tut man nur in der Eishalle!
  • Gut festhalten Kind!
  • Wieso kann das Kind eigentlich nicht schwimmen?
  • (zu sich selbst) Ich rette hier gar nichts, sonst werden ja meine Socken naß.
  • Wettet mit anderen Ätzern auf den Ausgang der Rettungsaktion.
  • (zu anderen) Also das mit der Leiter-Rettung ist doch vollkommener Blödsinn, dabei geht doch die teure Leiter drauf, und der Retter kann doch auch einfach den Ast da vorne hernehmen.
  • Überhaupt findet er ...
    ... im Falle der Rettung, daß das keine großartige Leistung war, und er hätte das besser gekonnt.
    ... im Falle der Nicht-Rettung, daß alles falsch gemacht wurde, und er wußte von Anfang an besser, wie man es hätte richtig machen müssen.
  • Ärgert sich so oder so, nämlich ...
    ... im Falle des Wettverlusts, daß dieses dumme Kind in das Eis eingebrochen ist, und ihn erst dadurch zur Wette verleitet hatte - vielleicht kann man ja die Eltern auf Schadensersatz verklagen.
    ... im Falle des Wettgewinns, daß er nicht mit doppeltem bzw. x-fachem Einsatz eingestiegen war.

    Man merkt, Ätzer freuen sich nie und über nichts, das sind schlicht freudlose Zeitgenossen, denen man besser aus dem Weg geht.

Kästner reimte einst Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. An diesem Reim erkennt man eindeutig, daß Erich Kästner kein Ätzer war.

Steltzner schreibt: „Rettungsroutine“ ist das Wort des Jahres. Das sollte aufrütteln. Denn der Kampf um gutes, stabiles Geld in Europa ist längst nicht gewonnen. Geht das jetzt eigentlich noch ätzender?

Copyright © Dr. Rolf Jansen - 2012-12-16 16:30:52

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